Kassel. Zwölf Gründungsteams aus acht hessischen Hochschulen erhalten ein Hessen Ideen Stipendium und werden in den kommenden sechs Monaten mit einer finanziellen Förderung und einem intensiven Workshop- und Coachingprogramm bei der Ausarbeitung ihrer Geschäftsidee unterstützt.
Die ausgewählten Teams verbindet der Anspruch, mit innovativen Technologien und nachhaltigen Konzepten gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen zu lösen. Ihre Ideen reichen von digitalen Lösungen für Gesundheit und Pflege über nachhaltige Konzepte zur Stärkung von Innenstädten und Reduzierung von Textilabfällen bis hin zu innovativen Lerntechnologien und KI-Lösungen für Handwerk und Industrie.
„Mit 98 Einreichungen verzeichnet das Hessen Ideen Stipendium in dieser Förderrunde einen neuen Bewerbungsrekord. Das zeigt eindrucksvoll, wie viel Innovationskraft, Kreativität und unternehmerisches Potenzial in den hessischen Hochschulen steckt. Die ausgewählten Gründungsteams greifen gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen auf und entwickeln daraus konkrete Lösungen. Mit dem Hessen Ideen Stipendium geben wir jungen Gründerinnen und Gründern den Freiraum, die Qualifizierung und die Begleitung, die sie in dieser frühen Phase brauchen“, so Timon Gremmels, Hessischer Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur und Schirmherr von Hessen Ideen.
Diese zwölf Gründungsideen aus acht Hochschulen erhalten das Hessen Ideen Stipendium:
- AssayDrive aus der Philipps-Universität Marburg
AssayDrive automatisiert die Auswertung von Gewebe-Assays durch KI-gestützte Bildanalyse. - Conformis aus der Frankfurt School of Finance & Management
conformis automatisiert Compliance-Prozesse mit KI und macht Finanzinstitute in Minuten audit-ready. - Gutsbee aus der Hochschule Geisenheim
Das Team entwickelt eine neue Kategorie alkoholfreier Premium-Aperitifs auf Wasserkefirbasis. - Heat Solution aus der Justus-Liebig-Universität Gießen
Heat Solution ist eine beheizbare, akkubetriebene Wärmelösung, die Menstruations- und Unterleibsschmerzen gezielt, diskret und alltagstauglich lindert. - KinetiCAD Solutions aus der Technischen Universität Darmstadt
Das Team entwickelt eine KI-Software, die CAD-Modelle interpretiert und Ingenieure bei der Erstellung robotischer Produktionsanweisungen unterstützt, wodurch industrielle Automatisierung schneller und zugänglicher wird. - Neurotropy aus der Goethe-Universität Frankfurt
Das Team entwickelt eine Neurofeedback-Anwendung, die Menschen dabei unterstützt, ihr Gehirn vor einer Lerneinheit in einen optimalen Zustand zu versetzen und dadurch effizienter zu lernen. - Open Microelectronics Lab aus der Hochschule RheinMain
Das Team entwickelt offene und modulare Mikroelektronik-Laborsysteme, mit denen Hochschulen, Start-ups und Makerspaces Chips und Sensoren kostengünstig entwickeln und testen können. - Resilient Tree Project aus der Hochschule für Gestaltung Offenbach
Das Resilient Tree Project begleitet Stadtbäume von der Pflanzung bis zur Kronenbildung mit Modulen, die Wachstum sichern, Schatten erzeugen und städtische Hitze mindern. - Skilled aus der Justus-Liebig-Universität Gießen
Skilled ist eine App, in der Medizinstudierende zu zweit realitätsnahe Patientenfälle durchspielen und so ärztliche Handlungskompetenz trainieren, begleitet von einem KI-Tutor. - Toolip aus der Technischen Universität Darmstadt
Tooliip ist eine Alltagsbegleitung für Parkinson-Erkrankte und Angehörige, die Symptome per Sprachinteraktion dokumentiert und daraus Verlaufsberichte für Ärzt:innen erstellt, um die Behandlung zu verbessern. - Workcraft aus der Technischen Universität Darmstadt
Workcraft ist eine KI-gestützte Handwerkssoftware, die gesprochene oder fotografierte Eingaben von Handwerkern automatisch in strukturierte Materiallisten, Angebote und Rechnungen umwandelt und so die Büroarbeit kleiner Handwerksbetriebe direkt auf der Baustelle erledigt. - Wytrine aus der Goethe-Universität Frankfurt
Wytrine macht lokale Restbestände im stationären Einzelhandel digital sichtbar und stärkt so Boutiquen, Innenstädte und einen nachhaltigeren Umgang mit unverkaufter Kleidung.
Das Hessen Ideen Stipendium unterstützt gründungsinteressierte Studierende, Forschende, Hochschulangehörige sowie Absolventinnen und Absolventen bei der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsideen. Neben einer finanziellen Förderung von bis zu 2.500 Euro monatlich pro Person umfasst das Programm ein strukturiertes Qualifizierungsangebot sowie individuelles Coaching.
Hessen Ideen ist die zentrale Landesinitiative zur Förderung von Gründungsideen aus hessischen Hochschulen. Unter der Schirmherrschaft des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur vernetzt Hessen Ideen die Gründungsförderungen an den Hochschulen und begleitet Gründungsinteressierte auf ihrem Weg von der Idee zum Unternehmen. Die Initiative wird von UniKasselTransfer an der Universität Kassel in Kooperation mit HIGHEST an der Technischen Universität Darmstadt koordiniert.
Fotos © Hessen Ideen - Fiona Körner
Pressekontakt: Marie Kaiser, presse(at)hessen-ideen.de, Tel.: +49 561 95379 635
Projektleitung:
Annika Strauß
UniKasselTransfer
strauss(at)uni-kassel.de
Tel.: +49 561 804 3174
Jörg Froharth
UniKasselTransfer
froharth(at)uni-kassel.de
Tel.: +49 561 804 24 98