Open Microelectronics Lab
Hochschule RheinMain
Manuel Handta, Simon Kreuels, Florian Neff
Hochschule RheinMain
Mikroelektronik bildet die Grundlage vieler Zukunftstechnologien, von Medizintechnik und Sensorik bis hin zu KI-Systemen. Trotzdem ist die Entwicklung mikroelektronischer Bauelemente heute meist nur mit teurer Reinraum-Infrastruktur und spezialisiertem Equipment möglich. Vielen Hochschulen, Start-ups, Forschungslaboren und kleineren Unternehmen fehlt damit der Zugang zu eigener Mikroelektronikentwicklung.
Open Microelectronics Lab (OML) entwickelt deshalb offene und modulare Laborsysteme für Mikrostrukturierung und frühes Chip-Prototyping. Ziel ist es, Mikroelektronikentwicklung einfacher, bezahlbarer und praxisnäher zu machen. Ähnlich wie Arduino oder der 3D-Druck technische Entwicklung vereinfacht haben, soll OML neue Möglichkeiten für Lehre, Forschung und schnelle Hardware-Innovation schaffen.
Die Plattform richtet sich zunächst an Hochschulen, Makerspaces und Forschungslabore. Perspektivisch können auch Start-ups und KMU profitieren, etwa bei der Entwicklung von Sensoren oder analoger Elektronik. Viele dieser Anwendungen benötigen keine modernsten Hochleistungschips, sondern vor allem eine zugängliche Umgebung zum Experimentieren und schnellen Prototyping.
Die Idee entstand aus der Student Microelectronics Foundry an der Hochschule RheinMain. Erste Halbleiterstrukturen und Prototypen wurden bereits erfolgreich hergestellt. Langfristig soll daraus eine offene Mikroelektronikplattform entstehen, die Ausbildung, Forschung und Innovation besser verbindet.
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