ORUS 2.0 – Multimodales Predictive Care Intelligence System für stationäre Langzeitpflege
Technische Hochschule Mittelhessen
Guerech Saitiev Soh Womagam, Daniel Bruness
Technische Hochschule Mittelhessen
Stellen Sie sich vor, ein Mensch erlebt einen Notfall in einer Pflegeeinrichtung — und die Warnzeichen waren bereits vorhanden. Verteilt auf verschiedene Systeme, von niemandem zusammengeführt, von keiner Software erkannt. Genau so entstehen in deutschen stationären Pflegeeinrichtungen täglich vermeidbare Krisen — nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil kein Werkzeug existiert, das die richtigen Zusammenhänge erkennt. Warum erkennt sie niemand? Weil Pflegekräfte neben der direkten Versorgung ihrer Bewohner einen erheblichen Teil ihrer Arbeitszeit mit Dokumentation verbringen — Zeit, die am Menschen selbst fehlt. Wertvolle Signale gehen verloren, Risikobewertungen erfassen keine Entwicklungen im Zeitverlauf. In einem System, dem jährlich Zehntausende Fachkräfte fehlen — Tendenz steigend — ist das keine Ineffizienz. Es ist ein strukturelles Versagen. ORUS 2.0 macht aus diesem Datenrauschen ein Frühwarnsystem. Unsere KI verbindet verstreute Signale aus verschiedenen Pflegedatenquellen — und schlägt Alarm, bevor ein Notfall eintritt. Erkannt werden die häufigsten geriatrischen Risikokonstellationen, die bislang kein System zuverlässig und erklärbar vorhersagt. Das Entscheidende: ORUS stellt keine Diagnosen und ersetzt keine Pflegekraft. Es priorisiert Aufmerksamkeit — transparent und nachvollziehbar. Wir automatisieren nicht die Pflege. Wir machen sie wirksamer. Der Nutzen ist dreifach: Bewohnerinnen und Bewohner werden sicherer versorgt — würdevoller, länger im gewohnten Umfeld. Pflegekräfte werden entlastet, ihre Fachkompetenz wirkt dort, wo sie gebraucht wird. Einrichtungen vermeiden erhebliche Folgekosten durch vermeidbare Hospitalisierungen. Soziale Nachhaltigkeit ist kein Beiwerk — sie ist das Geschäftsmodell. Mit Ihrer Stimme helfen Sie uns, es Wirklichkeit werden zu lassen.
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