PRISM: Ein selbstoptimierendes System zur beschleunigten Entwicklung neuer Materialien
Justus-Liebig-Universität Gießen
Kevin Grüning, Siddhartha Yash Kovid
Justus-Liebig-Universität Gießen
Die Welt braucht dringend Hochleistungsmaterialien für saubere Energie, Raumfahrt und Medizin. Doch die Entwicklung steckt im Flaschenhals: Es dauert oft Jahre, neue Werkstoffe zu finden. Das manuelle "Trial-and-Error"-Verfahren im Labor ist bei Milliarden Kombinationsmöglichkeiten viel zu langsam. Die meisten theoretischen Ideen verlassen so nie den Computer.
Um diesen Flaschenhals zu durchbrechen, bauen wir PRISM. Da unser System die komplexe Physik der realen Welt meistern muss, entwickeln wir leistungsstarke Foundation Models und World Models mit Wahrnehmung, Intuition und Kognition. PRISM stellt selbstständig Material-Hypothesen auf. Da solche Modelle durch aktive Experimente lernen müssen, schaffen wir den Sprung in die Praxis durch sogenannte "Self-Driving Labs". PRISM greift so unmittelbar in die Produktion ein, um neue Werkstoffe autonom in der Realität zu testen.
Dieses digitale Nervensystem verbindet modernste KI nahtlos mit echter industrieller Hardware. Was früher Jahre der Forschung erforderte, wird durch unsere Infrastruktur in einem Bruchteil der Zeit möglich. Davon profitiert die Industrie massiv, da Entwicklungszyklen für wichtige Zukunftstechnologien drastisch verkürzt werden.
Als studentisches Gründerteam arbeiten wir bereits tief in dieser Branche unter anderem bei einem Hauptauftragnehmer der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Wir haben den Schmerz dieses Flaschenhalses in der Praxis hautnah erlebt. Genau deshalb bauen wir jetzt hier in Hessen ganz konkret die Infrastruktur auf, um die autonome Materialfabrik der Zukunft Realität werden zu lassen.
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