Ihr habt 2025 am Hessen Ideen Wettbewerb teilgenommen und den 3. Platz belegt. Was ist eure Idee und wie setzt sich euer Team zusammen?
Unsere Idee ist es, mit autonomIQ die Programmierung in der zerspanenden Fertigung zu automatisieren. Mit unserer Software simplymill entwickeln wir eine KI-gestützte Lösung, die die Arbeitsvorbereitung und Angebotserstellung in der Fertigung deutlich beschleunigt und vereinfacht. So helfen wir Unternehmen, produktiver zu arbeiten und dem Fachkräftemangel in der Industrie zu begegnen. Unser Team besteht aus Ingenieuren, KI- und Softwareexperten mit Wurzeln in der Produktionsforschung an der TU Darmstadt. Gemeinsam bringen wir technisches Know-how und Unternehmergeist zusammen, um die Zukunft der Fertigung aktiv zu gestalten.
Wie hat euch eure Hochschule bei eurer Gründung unterstützt?
Die TU Darmstadt hat uns in vielerlei Hinsicht unterstützt – durch das Gründungsnetzwerk HIGHEST, den direkten Austausch mit Mentoren und Experten aus dem Bereich der Unternehmensgründung und die Nutzung der Infrastruktur am Institut für Produktionsmanagement (PTW). Dort konnten und können wir weiterhin im Rahmen unserer EXIST-Förderung unsere Idee aus der Forschung heraus entwickeln und praxisnah validieren. Besonders wertvoll waren zudem die individuellen Beratungen zur EXIST-Förderung und zur Gründungsvorbereitung.
Welchen Mehrwert habt ihr aus dem Wettbewerb mitgenommen?
Der Wettbewerb war für uns eine großartige Gelegenheit, unsere Idee vor einer breiten Jury und Öffentlichkeit zu präsentieren und wertvolles Feedback zu erhalten. Der Austausch mit anderen Gründer:innen hat uns neue Perspektiven eröffnet, und die mediale Aufmerksamkeit hat unsere Sichtbarkeit im Gründungsökosystem Hessen deutlich erhöht. Zudem konnten wir durch die Sichtbarkeit im Rahmen des Wettbewerbs einige spannende Kontakte zu möglichen Technologiepartnern und potentiellen Kunden unserer Lösung aufbauen.
Das Preisgeld in Höhe von 4.000 € investieren wir gezielt – unter anderem in Messeauftritte im kommenden Jahr, in Materialien für die Erprobung unserer Software an der Werkzeugmaschine sowie in die Vorbereitung unserer anstehenden Unternehmensgründung.
Wie geht es jetzt für euch weiter?
Aktuell befinden wir uns mitten in der Evaluierungsphase unserer Software simplymill gemeinsam mit Industriepartnern. Wir sind sehr gespannt auf das Feedback aus der Praxis und haben bereits durch die weiteren Gespräche einige spannende Anknüpfungspunkte für die Erweiterung unseres Produktes finden können.
Welchen Tipp könnt ihr Gründer:innen an die Hand geben?
Bleibt nah an eurer Vision, aber offen für Feedback. Gründung bedeutet, jeden Tag dazuzulernen – technisch, organisatorisch und persönlich. Besonders wichtig: Baut früh ein starkes Netzwerk auf. Austausch mit anderen Gründer:innen, Mentoren und potenziellen Kunden ist oft entscheidender als von Stunde 1 an den vermeintlich perfekten Businessplan in der Schublade zu haben, aber nie mit einem echten Anwender geredet zu haben.