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Female Entrepreneurship

Jahresbericht 2025

Hessen Ideen Female Stipendien

Um die Anzahl weiblicher Gründungsvorhaben an hessischen Hochschulen zu erhöhen und Gründerinnen noch zielgerichteter zu unterstützen, wurde Hessen Ideen ab 2024 um den Bereich „Female Entrepreneurship“ erweitert.

In der zweiten Förderrunde des Hessen Ideen Stipendiums im Jahr 2025 wurden erstmalig zusätzliche Stipendien für Gründerinnen bzw. Teams mit mindestens 50 Prozent weiblichen Teammitgliedern vergeben. Ein echter Meilenstein – denn der Frauenanteil von 39 Prozent in dieser Förderrunde übertrifft den Bundestrend deutlich. Zur Pressemitteilung 

Neben der finanziellen Unterstützung durch das Stipendium wurden die bestehenden Workshops des Akzeleratorprogramms um Qualifizierungsformate für Gründerinnen erweitert sowie durch ein Mentoring ergänzt. Als Mentorinnen haben sich erfolgreiche Hessen Ideen Alumni engagiert, die wir auf dieser Seite in Portraits vorstellen. 

Die Mentorinnen

Emily Schmidt von CleverSole

Mein beruflicher Background bzw mein eigenes Start-up in 3 Sätzen.…
Unser Ziel mit Clever Sole ist es, Menschen mit Demenz wieder mehr Freiheit und Lebensqualität zu geben, während wir gleichzeitig ihre Pflegenden entlasten. Das schaffen wir mit einer intelligenten Einlegesohle. Damit gelingt es und einen echten Unterschied in der Pflege zu machen.

Warum unterstützt du Hessen Ideen als Mentorin?
Ich freue mich, wenn ich anderen mit meinen Erfahrungen weiterhelfen kann. Ich selber habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass man sehr viel von den Erfahrungen anderer profitieren kann. Außerdem ist es eine schöne Gelegenheit etwas zurück zu geben, da ich ja selbst mal Stipendiatin war.

Mein Rat an angehende Gründerinnen, die jetzt bei Hessen Ideen sind?
Geht raus und traut euch, verlasst eure Komfortzone - was andere können, könnt ihr auch! Und wenn doch mal etwas schief läuft, lernt daraus. Fehler sind nicht schlimm, wenn man sie nutzt, um daraus zu lernen und sich oder sein Geschäftsmodell zu verbessern.

Fabiola Neitzel von PROMBYX GmbH

Mein beruflicher Background bzw mein eigenes Start-up in 3 Sätzen….
Als Insektenbiotechnologin erschließe ich mit meinem Startup PROMBYX Seidenraupenprotein als hochwertige und nachhaltige Proteinquelle für Tierfutter-Hersteller. Dafür verarbeiten wir Seidenraupen-Puppen, ein Nebenprodukt der Seidenproduktion. Die daraus gewonnenen neuartigen Rohstoffe dienen z.B.  als Proteinquelle in Hunde- und Katzenfutter. 

Warum unterstützt du Hessen Ideen als Mentorin?
Als Hessen-Ideen-Alumni durfte ich selbst sehr von dem Programm profitieren. Seither konnte ich viel lernen und persönlich wachsen. Ich freue mich, nun als Mentorin dabei zu sein, um diese Erfahrungen insbesondere an Frauen am Beginn ihrer Gründungsreise weiter geben zu können. 

Meine Super-(Woman)-Power:…
Als (junge) Frau eine männlich dominierte Branche aufmischen ;)

Mein Rat an angehende Gründerinnen, die jetzt bei Hessen Ideen sind?
Ihr müsst noch nicht alles können oder wissen, denn Ihr könnt alles lernen! Lasst Euch von Rückschlägen nicht unterkriegen, sondern sucht nach Wegen, Eure Idee anzupassen und zu verbessern. 

Was brauchen female founders; was sollte dringend geschaffen oder geändert werden (seitens Hessen Ideen, aber auch allgemein)?
Female Founders brauchen mehr Vorbilder, mit denen sie nahbar und offen in den Austausch treten können. Hierzu leistet das neue Mentoring-Programm von Hessen Ideen einen wertvollen Beitrag.

Kerstin Lopau von SoLocal Energy e.V.

Mein beruflicher Background bzw mein eigenes Start-up in 3 Sätzen….
Ich bin Ingenieurin für Erneuerbare Energien und habe ein Kollektiv für PV-Handwerk und Klimabildung in Kassel mitgegründet. Wir planen & bauen kleine und große Solaranlagen gemeinschaftlich mit diversen Gruppen und bieten außerdem verschiedene Bildungsprojekte rund um die Klimawende an.

Warum unterstützt du Hessen Ideen als Mentorin?
Hessen Ideen hat uns als SoLocal Energy überhaupt erst ermöglicht, zu starten, da wir uns vollkommen auf die Gründung zu konzentrieren. Außerdem unterstütze ich sehr die Idee des Female Empowerment, weil auch ich davon schon profitieren durfte. Ich bin gespannt auf die neue Rolle als Mentorin!

Meine Super-(Woman)-Power:….
Ich arbeite sehr strukturiert und kann auch über komplexe Prozesse den Überblick behalten - immer mit dem Blick auf die Menschen.

Mein Rat an angehende Gründerinnen, die jetzt bei Hessen Ideen sind?
Einfach machen! Wir haben damals viel zu lange gezögert und uns nicht rausgetraut mit unseren Ideen. Sucht euch Leute, denen ihr vertraut und spielt eure Ideen mit ihnen durch, da werdet ihr sehr wertvolle Rückmeldungen bekommen, die euch stark voranbringen.
 

Was brauchen female founders; was sollte dringend geschaffen oder geändert werden (seitens Hessen Ideen, aber auch allgemein)?
Ich finde, wir brauchen mehr Sensibilität und Wertschätzung für diverse Lebensrealitäten. Ich wünsche mir eine Welt, in der man keine 80h-Wochen schieben muss, um eine wirkungsvolle Organisation aufzubauen. Solange sich hier nichts ändert, ist ja klar, dass nur vollkommen gesunde, funktionierend Menschen ohne Care-Verantwortung das schaffen. Aber es gibt noch so viele andere Menschen, die wichtige Ideen und Projekte haben, die die Welt braucht. Da brauchen wir Rahmenbedingungen, die auch ein anderes Gründen & Arbeiten ermöglichen.
 

Louisa Zoé Wenkemann von nakt

Mein beruflicher Background bzw mein eigenes Start-up in 3 Sätzen…
Architektur studiert, aber dann hat mich das Anpacken von Herausforderungen in der Nachhaltigkeit neugierig gemacht. Unter unserer Marke nakt® entwickeln und produzieren wir seit 2019 innovative und nachhaltige Naturkosmetik.  Als Stoffschmiede GmbH entwickeln wir auch eigene, nachhaltige Textillösungen, wie zum Beispiel unser Pionierprodukt: Das nachhaltige Abschminktuch. Gewählt zu den Top50 Start-ups Deutschlands :-) 

Warum unterstützt du Hessen Ideen als Mentorin?
Hessen Ideen gab uns 2019 den Startschuss und den Mumm, unsere Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Der intensive Austausch und das Gelernte haben uns einen wunderschönen und auch vertrauensvollen Weg in das abenteuerliche Treiben der Startup-Welt ermöglicht. Jetzt möchte ich gern zurückgeben und meine Learnings teilen!

Meine Super-(Woman)-Power:…
Immer das Positive erkennen. 

Mein Rat an angehende Gründerinnen, die jetzt bei Hessen Ideen sind?
Genießt den Austausch!

Was brauchen female founders; was sollte dringend geschaffen oder geändert werden (seitens Hessen Ideen, aber auch allgemein)?
Eine starke Bubble mit anderen starken Frauen. Oder Frauen, die noch verunsichert sind und stark werden wollen. Realistische, konstruktive Kritik, keine Ja-Sager – Aber solche, die Märkte aus der weiblichen Perspektive einschätzen können.

Marlene Damm von Maple Tales GmbH

Mein beruflicher Background bzw mein eigenes Start-up in 3 Sätzen….
Ich bin Gründerin von Maple Tales, einem EdTech-Startup, das Kinder mit interaktiven Geschichten, personalisierter Leseförderung und KI-gestützten Aufgaben und Lesehilfen fürs Lesen begeistert. Neben unserer mehrfach ausgezeichneten Lese-App haben wir ein Schulprodukt für den Deutschunterricht und eine White-Label-Lösung für Sprachschulen entwickelt.

Warum unterstützt du Hessen Ideen als Mentorin?
Weil ich selbst Stipendiatin war und weiß, wie wichtig ein gutes Netzwerk, praxisnahe Workshops und ehrliches Feedback in der Frühphase sind. Hessen Ideen war der Nährboden für unser Wachstum und jetzt freue ich mich meine Erfahrungen weiterzugeben.
 
Meine Super-(Woman)-Power:….
Ich brenne für Themen mit Social Impact und liebe es komplexe Probleme in einfache, nutzernahe Lösungen zu übersetzen mit Empathie, Strategie und viel Realitätssinn.

Mein Rat an angehende Gründerinnen, die jetzt bei Hessen Ideen sind?
Geht raus mit eurer Idee, sprecht darüber, sammelt Feedback. Nicht Perfektion bringt euch weiter, sondern Sichtbarkeit und zeitnahe Lerneffekte.
Und denkt groß, auch wenn das Budget noch klein ist ;).
 
Was brauchen female founders; was sollte dringend geschaffen oder geändert werden (seitens Hessen Ideen, aber auch allgemein)?
Female Founders brauchen Räume, in denen sie groß denken dürfen ohne sich rechtfertigen zu müssen. Mehr Sichtbarkeit, gezielte Förderung und echte Vorbilder können den Mut entfachen, der aus einer Idee ein Unternehmen entstehen lässt.

Monika Černiauskaitė von Brew Bites

Mein beruflicher Background bzw. mein eigenes Start-up in 3 Sätzen:
Ich bin Lebensmitteltechnologin mit einem Master in Getränketechnologie und internationaler Erfahrung in Biotech. Heute leite ich mein eigenes Start-up UpCircld Kitchen, das pflanzliche Proteinprodukte aus Lebensmittelnebenströmen entwickelt. Unser Ziel ist es, Kreislaufwirtschaft im Food-Bereich neu zu denken – mit echten Produkten, die bereits auf dem Markt sind.

Warum unterstützt du Hessen Ideen als Mentorin?
Ich war selbst Teil von Hessen Ideen und weiß noch genau, wie überfordernd die ersten Schritte als Gründerin sein können. Man hat viele Ideen, aber keinen klaren Plan – und das ist völlig normal. Ich möchte genau in dieser Anfangsphase unterstützen und zeigen: Du musst nicht alles wissen. Du darfst anfangen.

Meine Super-(Woman)-Power:
Ich finde neue Blickwinkel für bestehende Probleme – sei es beim Upcycling von Lebensmitteln oder bei strategischen Fragen im Start-up-Alltag. Ich denke gerne voraus, verbinde Business mit Nachhaltigkeit und lasse mich von komplexen Situationen nicht einschüchtern. Und ich glaube fest daran: Man kann fast alles lernen, wenn man gute Leute um sich hat.

Mein Rat an angehende Gründerinnen, die jetzt bei Hessen Ideen sind:
Frag alles – wirklich alles. Steh dazu, wenn du etwas (noch) nicht weißt. Du musst nicht perfekt sein, um anzufangen. Wichtig ist, dass du dranbleibst und dir aktiv Menschen suchst, die dich stärken. Und denk dran: Du weißt wahrscheinlich schon mehr, als du glaubst.

Was brauchen female founders; was sollte dringend geschaffen oder geändert werden?
Ganz klar: mehr Sichtbarkeit, mehr Zugang zu Kapital und bessere Vernetzung. Female Founders bekommen immer noch nur einen Bruchteil der Investments – das muss sich ändern. Gleichzeitig sollten wir die Stärke unserer Community nutzen: Female Founders können Netzwerke auf ein ganz neues Level bringen, wenn wir uns gegenseitig supporten.

Sally Schulze von Sally (ehem. Mental Stark)

Mein beruflicher Background bzw. mein eigenes Start-up in 3 Sätzen…
Beruflicher Background: Dipl.-Psychologin, Bachelor of Arts Kognitive Linguistik, Psychotherapeutin für Verhaltenstherapie und zertifizierte Kinderwunschberaterin. Aktuell: Doktorandin rer. med.

Mein Start-Up war leider nicht erfolgreich. Wir haben digitale Lösungen zur Begleitung bei körperlichen Erkrankungen entwickelt. Der Fokus war auf Blended Care, also menschliche Unterstützung in Form von Online-Gruppenstunden kombiniert mit Tutorials, Podcasts und einem Blog. Alle Inhalte basierten auf medizinischen Leitlinien verständlich erklärt. Wir hatten mit der Begleitung für medizinische Kinderwunschbegleitungen gestartet und und dann verbreitert auf Unterstützung bei einer Fehlgeburt und auch bei Endometriose. MentalStark war knapp 4 Jahre am Markt im letzten Jahr mit >700k Umsatz,  >300k eingeworbene Fördermittel und knapp 100 Head Count, die bei MentalStark gearbeitet haben (inkl. Freelancer, Studierende im Praktikum)

Warum unterstützt du Hessen Ideen als Mentorin?
Ich mache Upcycling: Fehler, die ich gemacht habe, wandele ich in Lernmaterial für andere Gründende um. Das hilft mir auch selbst - Also Win-Wi

Meine Super-(Woman)-Power:…
Fragt doch Leute, deren Führungskraft ich sein durfte: @Manuela Hruza @Nadine von Otte-Beck was ist meine Super Power? 

Mein Rat an angehende Gründerinnen, die jetzt bei Hessen Ideen sind?
Ich sehe in Mentorings oft zu ungenaue Mitbewerber-Analysen. Ich möchte da sehen, dass die neue Lösung sich mit Lösungen vergleicht, die den selben Anspruch haben, aber ich will auch sehen, wie der Konsument das Problem alternativ löst. Beispiel: wenn kein E-Roller zur Verfügung steht, geht der potentielle Kunde vielleicht einfach zu Fuß? Sich nur mit anderen Fahrzeugen zu vergleichen, reicht nicht!

Was brauchen female founders; was sollte dringend geschaffen oder geändert werden (seitens Hessen Ideen, aber auch allgemein)?
Zu viele female Founder gründen alleine. Es sollte aus meiner Sicht mehr für die Bildung gemischter Teams gemacht werden. 

Female Networking Lunch beim INNODAY

Hessen Ideen hat in diesem Jahr zum „Female Networking Lunch“ als Side Event des INNODAY25 am 30.10.25 in Darmstadt eingeladen. 
Dieser zog über 120 Gründerinnen, Gründerberaterinnen, Investorinnen und Female Supporterinnen aus dem Startup-Ökosystem an. Der Lunch startete mit einem beeindruckenden Impuls von Kathrin Leinweber („Frauen in Männerdomänen“), ging dann über zu einer Open-Mic-Session, bei der die Gründerinnen und Supporterinnen aus dem Publikum spontan ihr Start-up beziehungsweise ihre Organisation vorstellen konnten. Der Lunch endete mit einem regen Networking am Steh-Buffett, das viel Raum für Begegnungen bot.

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