Loading...
Skip to Content

Abfallvergasung

Justus-Liebig-Universität Gießen

Philipp Giemza, Markus Giemza
#wettbewerb #2018
Justus-Liebig-Universität Gießen

Die Problematik der Abfallverwertung gehört zu den größten Herausforderungen der modernen Gesellschaft. Von den weltweit anfallenden Kunststoffabfällen landen 79% auf Deponien, oder schlimmer, in der Umwelt. Selbst in Deutschland liegt die Recyclingrate bei nur 43%. Der Hauptanteil von 55% wird derzeit verbrannt, wodurch ein Großteil der integrierten Ressourcen endgültig verloren geht.

Unsere Idee ist, ein innovatives System zu entwickeln, das zur Lösung diese Problematik beitragen kann. Das System basiert auf einer mikrowellenunterstützten Vergasung mit simultaner Rückgewinnung der Wertstoffe aus den Vergasungsrückständen.

Dadurch wird eine stoffliche Abfallverwertung und eine dezentrale Produktion von Strom und Wärme ermöglicht, die zudem, im Vergleich zu herkömmlichen Marktlösungen, weniger Kosten verursacht.
In unserem Verfahren wird die Mikrowellenverwendung automatisiert zugeschaltet, sobald die Prozesstemperatur unter einen voreingestellten Schwellenwert sinkt, wodurch die Verfahrenskosten erheblich reduziert werden. Die notwendige Wärmeenergie für den Prozess wird - ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft - der Abfall selbst liefern. Zu diesem Zweck wird eine kontrollierte Teiloxidierung (Teilverbrennung) der bei der Vergasung produzierten Gase eingesetzt.

Der Mikrowellenreaktor funktioniert nach dem Durchlauf-Prinzip und besteht bereits zu Testzwecken. Die Reaktorkammer besteht aus einer Trommel aus hitzebeständiger Spezialkeramik, die für Mikrowellen durchlässig ist. Im Metallgehäuse des Reaktors sind Mikrowellensender eingebaut, die durch die Reaktorwand direkt das Material bestrahlen. Die großen Vorteile dieser Technologie sind die kompakten Maße und ein relativ geringes Gewicht der Anlage, die eine hohe Flexibilität sowohl in der Anwendung als auch in der Logistik ermöglichen.

Die Technologie soll möglichst abfallfrei sein. Aus diesem Grund ist die Weiterverwendung der festen Vergasungsrückstände geplant.

Zurück

Weitere Projekte

  • #wettbewerb #2020

    Nachhaltiges Outsourcen von Programmierarbeiten

    Der wesentliche Grundgedanke der Idee ist der, dass es hierzulande in Deutschland massiv an Software-Programmierern fehlt und dass gleichzeitig in vielen Ländern dieser Welt Weiterführende Bildung ein absolutes Privileg darstellt. Mit unserer Idee möchten wir beide dieser Probleme angehen. Wir bilden benachteiligte Jugendliche in einer zweijährigen Ausbildung zu sogenannten “Full Stack Developern”, also Allround-Entwicklern, aus und versorgen diese im Anschluss mit Programmieraufträgen aus Deutschland. [...]

    mehr erfahren
  • #wettbewerb #2020

    Nutriinja

    Vielen Verbrauchern fehlt das Know-how und die Zeit, sich mit dem Thema Ernährung auseinander zu setzen, welche Spurenelemente und Nährstoffe der Körper idealerweise benötigt. Da es bisher keine Alternative auf dem Lebensmittelmarkt gibt, nehmen Verbraucher synthetische Pillen, da diese eine Art Sicherheit versprechen, wobei die Ernährung als solche immer mehr in den Hintergrund rückt. Es bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Produkte harmlos sind. [...]

    mehr erfahren
  • #wettbewerb #2023

    Larabicus – Roboter-Putzerfische für Handelsschiffe

    Schon nach wenigen Tagen im Wasser bildet sich am Schiffsrumpf eine dünne Schleimschicht aus Mikroorganismen, die die Treibhausgasemissionen von Handelsschiffen um bis zu 30% erhöht. Nach Wochen und Monaten können sich höhere Pflanzen und Tiere auf der Oberfläche festsetzen, die den einst glatten Schiffsrumpf in eine Kraterlandschaft verwandeln, den Treibstoffverbrauch zusätzlich erhöhen und als invasive Arten Lebensräume bedrohen. Larabicus löst diese Probleme und macht zusätzlich hochgifte Schutzanstriche überflüssig.

    mehr erfahren

Mit freundlicher Unterstützung

Netzwerkpartner