Talking Hands

Das Ziel von “talking hands” ist, die Inklusion von Kindern mit Down-Syndrom und Hör- und Sprachbehinderungen zu stärken. Dazu haben wir Gebärden in Daumenkinos verwandelt, sodass Kinder mit und ohne Behinderung spielend leicht Gebärdensprache lernen und sich somit verständigen können. Das Daumenkino ist der Vorläufer vom Film, erzählt kleine Geschichten und zeigt kurze Bewegungsabläufe. “talking hands” greift dieses alte Medium neu auf und stützt sich auf das Hauptmerkmal des Daumenkinos: Bewegung zeigen, beziehungsweise Bilder mit dem eigenen Daumen zum Leben zu erwecken. Der Ablauf der Gebärde kann dank der Daumenkinos gut nachvollzogen und einfach nachgemacht werden. Das gemeinsame Lernen der Gebärden fördert zusätzlich die Inklusion der Kinder und erleichtert die Kommunikation. Hinzu kommt, dass die motorischen Fähigkeiten der Kinder durch die Haptik beim Blättern der Daumenkinos trainiert und gestärkt werden. Kinder mit Behinderung werden aufgrund der erschwerten Kommunikation oft ausgeschlossen, können ihre Gefühle und Gedanken nicht ausdrücken und finden nur schwer Anschluss. Das gilt für alle Bereiche im Leben: Familie, Bildungseinrichtungen und Arbeitsstellen. “talking hands” hilft der Isolierung dieser Kinder vorzubeugen, indem es allen Menschen, ob mit oder ohne Behinderung, spielerisch Gebärdensprache beibringt. Laut Art. 3 I GG dürfen Menschen mit Behinderung nicht benachteiligt werden. Wir setzen also direkt im Kleinkindalter an, um den Weg in ein gleichberechtigtes Leben zu ebnen, denn eine effiziente Lernmethode für Gebärden setzt den Grundstein für eine inklusive Gesellschaft.

Talking Hands

Maria Möller, Laura Mohn

Eine Idee aus der Goethe-Universität Frankfurt

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