Waldesruh

Kaum einer von uns hat es so klar vor Augen, aber jeder von uns wird irgendwann sterben. Und jeder muss auch bestattet werden. Bei der Beisetzung auf einem normalen Friedhof verbleibt für die Angehörigen die Pflege des Grabes, teils hohe Kosten und wenig individueller Freiraum und die oft schwere und traurige Atmosphäre.

Wir möchten etwas komplett Neues erschaffen. Wir möchten den Fokus nicht darauf legen, dass jemand gestorben ist, sonder darauf, dass jemand gelebt hat. Der Todestag ist nur einer von 30.000 Tagen eines Lebens voller Emotionen, Erinnerungen und Erlebnissen, die nicht nur der Verstorbene hatte, sondern die ihn auch mit seinen Angehörigen verbinden. Hierauf setzen wir den Fokus. Weg von der Schwere des Todes, hin zur Freude über das Leben. Wir möchten eine nachhaltige und mit dem Leben in Verbindung stehende Bestattungskultur etablieren, die zusätzlich dem Klima und der Natur zu Gute kommt.

Nichts kann das besser als ein Baum. Auf einem neuen, passenden bisher nicht als Friedhof genutztem Gelände wollen wir auf die Urne des Verstorbenen einen Baum pflanzen, der von ihm oder seinen Angehörigen ausgewählt wurde. Dieser wird mit der Zeit die Asche aus der Urne in sich aufnehmen, und somit Inbegriff eines neuen Lebens werden.

Die gepflanzten Bäume werden mit der Zeit einen neuen Wald erschaffen. Einen Wald, bei dem jeder Baum für einen Menschen steht. Es wird ein Wald der Ruhe, der Verbundenheit und des Lebens.
 

Waldesruh

Patrick Lehmann

 

Universität Gießen

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