Preisträger des ersten Hessischen Ideenwettbewerbs ausgezeichnet

Pressemeldung vom 04.11.2016

Wissenschaftsminister Boris Rhein hat am Donnerstagabend (3. 11.) im Museum für Kommunikation in Frankfurt die Preisträger des ersten Hessischen Ideenwettbewerbs ausgezeichnet.

Den Wettbewerb hatte die Universität Kassel im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst ausgerichtet. Für die Endrunde hatten sich mit Prosumergy und Braumanufaktur Steckenferd auch zwei Teams der Universität Kassel qualifiziert. Gewonnen hat ein Team aus Gießen.

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Ich freue mich, solch motivierte, junge Teams aus den hessischen Hochschulen auszeichnen zu dürfen. Die Ehrung mit dem Hessischen Ideenpreis ist ein herausragender Erfolg und ich hoffe, dass die Anerkennung den Preisträgern Ansporn und Mut zur unternehmerischen Umsetzung oder Weiterentwicklung ihrer Gründungsideen gegeben hat. Die Ideen, die wir heute gesehen haben, sind sehr vielseitig. Sie reichen von Produktinnovationen über Kreativideen hin zu IT-Lösungen. In ihnen spiegelt sich auch die Vielseitigkeit unserer Hochschullandschaft wider.“

Das sind die Gewinner-Teams:

Den mit 3.000 Euro dotierten ersten Preis erhielt das Team Variokan. Dieses Produkt, aus der Justus-Liebig-Universität Gießen, revolutioniert das Abwassersystem. Das Abwassersystem „Variokan“ mit flexiblem Kanalschnitt passt sich den Anforderungen an der Tagesganglinie an und ist damit den Herausforderungen der Zukunft gewachsen.

Das Team Nelumbox erhielt den mit 2.000 Euro dotierten zweiten Preis. Das Team aus der TU Darmstadt hat ein energieeffizientes und smartes Klimasystem für Transport und Lagerung kühlkettenpflichtiger Medikamente und Proben hergestellt.

Den mit 1.000 Euro dotierten dritten Preis erhielt das Team Unidea. Informationen finden, statt suchen – ist das Motto dieses Teams aus der Hochschule Darmstadt. Die Technologie der webbasierten Graph-Visualisierung von Unidea ermöglicht eine effiziente Recherche und zeigt relevante Informationen im Kontext auf.

Die Jury des Hessischen Ideenwettbewerbs entschied sich spontan, einen Sonderpreis in Kooperation mit der SMA Solar Technology AG an das Team Nanowired zu vergeben. Dazu wird das Team der TU Darmstadt zu einem Technologie-Erfahrungsaustausch eingeladen. Das Nanowired-Verfahren wurde an der Technischen Universität Darmstadt entwickelt und ermöglicht es, Bauteile ohne Löten oder Kleben elektrisch leitend miteinander zu verbinden. Milliarden Nanodrähte, also Drähte mit einem Durchmesser von weniger als einem 100stel eines menschlichen Haares, werden wie ein Rasen auf elektronische Bauteile aufgebracht. Drückt man zwei Teile zusammen, verhaken sich die Nanodrähte wie ein Klettverschluss.

Den Publikumspreis erhielt das Team Frankfurter Brett von der HfG Offenbach.

Den Wettbewerb für Hochschulgründungsideen „Hessen Ideen“ gab es dieses Jahr zum ersten Mal. Er richtete sich vor allem an gründungsaffine Hochschulangehörige, die mit ihrer Idee für ein Unternehmen noch am Anfang stehen. Aber auch bereits ausgegründete Unternehmen konnten mitmachen.Insgesamt 24 Ideen, bis zu drei pro Hochschule, hatten die zehn teilnehmenden hessischen Hochschulen für den Wettbewerb nominiert. Je zwei Gutachter bewerteten die eingereichten Ideen inhaltlich. Parallel zur Bewertung der Ideen fand ein Online-Voting statt, an dem sich über 4.000 Personen beteiligt und für ihren Favoriten abgestimmt hatten. Aus den zehn am besten bewerteten Ideen ermittelte eine Jury die drei Preisträger.Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Mit diesem Wettbewerb haben wir uns das Ziel gesetzt, unternehmerische Ideen an den Hochschulen zu entdecken und zu fördern. Die innovativen Ideen der Preisträger und Nominierten zeugen von dem großen Potential für Gründungsideen an den hessischen Hochschulen. Wir wollen einen Anstoß dafür geben, dass dieses Potential erkannt und zielgerichtet weiterentwickelt wird. Schließlich hängt der zukünftige Erfolg des Innovationsstandorts Hessen auch davon ab, wie wir unsere unternehmerischen Ideen nutzen. Darum ist es wichtig, dass an den Hochschulen eine aktive Gründungskultur entsteht und sich mehr Studierende und Absolventen mit der Möglichkeit einer eigenen Unternehmensgründung auseinandersetzen.“Der hessenweite Ideenwettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Wissenschaftsminister Boris Rhein. Die Koordination des Wettbewerbs übernimmt die Universität Kassel. Beide Wettbewerbsrunden fördert das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst mit 317.000 Euro aus dem Innovations- und Strukturentwicklungsbudget.